Anette
Hinter den Kulissen von Spleen Berlin: Gründerin Anette Nischwitz im Interview
Natürlich möchten wir euch nicht nur unsere Hybrid-Fahrradtaschen vorstellen und über nachhaltige Mobilität sprechen – auch wenn wir zugeben: Darauf sind wir ziemlich stolz. Vor allem möchten wir euch zeigen, wer hinter Spleen Berlin steckt.
Denn hinter unserem Berliner Label steht kein anonymer Großkonzern, sondern ein kleines, familiengeführtes Unternehmen aus Berlin-Friedrichshain. Seit vielen Jahren entwickeln wir mit Leidenschaft nachhaltige Fahrradtaschen, die Funktionalität, Design und Langlebigkeit miteinander verbinden. Heute lernt ihr die Frau kennen, die all das möglich gemacht hat: Anette Nischwitz, Gründerin und kreativer Kopf von Spleen Berlin.
Gründerin, Designerin und Ideengeberin
Anette stammt ursprünglich aus der Nähe von Kassel. Nach einigen Jahren in Franken zog sie mit ihren drei Kindern nach Berlin. Dort legte sie den Grundstein für Spleen Berlin und begann, ihre selbst entworfenen Produkte auf den Berliner Wochenmärkten zu verkaufen.
Bis heute ist Anette regelmäßig persönlich auf Berliner Märkten und Messen anzutreffen. Der direkte Kontakt zu ihren Kundinnen und Kunden liegt ihr besonders am Herzen und ist bis heute ein wichtiger Bestandteil von Spleen Berlin.
Fun Fact: Ursprünglich produzierte Spleen Berlin keine Fahrradtaschen, sondern außergewöhnliche Damenmode. Erst später entwickelte sich daraus das heutige Sortiment an multifunktionalen Fahrradtaschen und Rucksäcken.
Interview mit Anette Nischwitz
Was treibt dich persönlich an?
Meine Familie hat mich stark geprägt. Ich bin in einer Unternehmerfamilie aufgewachsen und habe dort gelernt, Verantwortung zu übernehmen und mutig neue Wege zu gehen. Vor allem habe ich dort meine Leidenschaft für kreatives Arbeiten entdeckt – und genau diese begleitet mich bis heute.
Gab es ein Leben vor Spleen Berlin?
Ja. Kreativität und Handwerk haben mich schon seit meiner Kindheit begleitet. Von meiner Mutter und meinen Großeltern habe ich das Schneiderhandwerk gelernt. Nach meiner Ausbildung zur Modedirektrice gründete ich gemeinsam mit Studienkolleginnen ein eigenes Modelabel.
Im Laufe der Jahre arbeitete ich als Produktdesignerin, entwickelte neue Produkte und sammelte außerdem viele Erfahrungen in der Medizinbranche. All diese Stationen fließen heute in meine Arbeit bei Spleen Berlin ein.
Wie entstand die Idee zu Spleen Berlin?
Die Entwicklung verlief Schritt für Schritt. Mode war schon immer meine große Leidenschaft. Deshalb gründete ich 1995 das Label Spleen. Zunächst entwarf und fertigte ich individuelle Damenmode – von Kleidern über Blusen bis hin zu Röcken. Mit dem Umzug nach Berlin entwickelte sich das Label weiter zu Spleen Berlin.
Nach und nach ergänzten Taschen und Rucksäcke das Sortiment, bis schließlich der Fokus vollständig auf multifunktionalen Hybrid-Fahrradtaschen lag. Heute entstehen unsere Produkte in Zusammenarbeit mit erfahrenen europäischen Manufakturen, die für hochwertige Verarbeitung und faire Produktionsbedingungen stehen. Nach dem Umzug nach Berlin wurde daraus Spleen Berlin. Neben Kleidung entstanden immer mehr Taschen und Rucksäcke. Heute konzentrieren wir uns vollständig auf hochwertige Hybrid-Fahrradtaschen, die sich mit wenigen Handgriffen vom Fahrradgepäck in einen praktischen Rucksack verwandeln lassen.
Produziert wird mittlerweile nicht mehr zuhause, sondern gemeinsam mit erfahrenen europäischen Manufakturen.
Wie sahen die Anfänge aus?
Ganz klassisch: Die erste Nähmaschine stand im Schlafzimmer. Schnitte wurden auf dem Küchentisch erstellt und Stoffe auf dem Wohnzimmerboden zugeschnitten. Mit drei Kindern war das manchmal ziemlich chaotisch, aber gleichzeitig eine wunderschöne Zeit.
Als die Produktion wuchs, zogen wir in das Künstlerhaus im Prenzlauer Berg. Dort konnten wir unter deutlich besseren Bedingungen arbeiten.
Welche Rolle hast du heute bei Spleen Berlin?
Ich bin Gründerin, Geschäftsführerin und Designerin zugleich. Vom ersten Entwurf über die Produktentwicklung bis hin zur Produktion und Unternehmensführung begleite ich jeden einzelnen Schritt.
Welche Tasche war deine erste?
Meine allererste Tasche war tatsächlich keine Fahrradtasche. Gemeinsam mit meiner Mutter, einer ausgebildeten Weißnäherin, entwarf und bestickte ich eine handgefertigte Stofftasche. Das war der Anfang meiner Begeisterung für Taschen.
Hast du einen Lieblingsrucksack?
Eigentlich nicht. Ich nutze jedes Modell selbst im Alltag. Nur so kann ich testen, wie sich unsere Taschen im täglichen Einsatz bewähren. Wenn mir dabei etwas auffällt, wird es verbessert. Genau dadurch entwickeln sich unsere Produkte ständig weiter.
Lief auf eurem Weg immer alles problemlos?
Natürlich nicht. Jedes Unternehmen erlebt Herausforderungen. Für mich sind Probleme jedoch vor allem Aufgaben, die gelöst werden wollen. Ich suche lieber nach Lösungen, als mich lange über Hindernisse zu ärgern.
Was war die größte Herausforderung?
Die Gentrifizierung in Berlin hat uns besonders getroffen. Unser Atelier im Künstlerhaus Prenzlauer Berg mussten wir innerhalb von nur drei Monaten verlassen. Das Gebäude wurde saniert und anschließend deutlich teurer vermietet.
Dieser Ort war über viele Jahre unsere kreative Heimat. Dort arbeiteten Künstlerinnen und Künstler aus ganz unterschiedlichen Bereichen zusammen – von Bildhauerei über Malerei bis hin zur Schneiderei. Der Abschied fiel uns sehr schwer.
Was macht eure Arbeit besonders?
Ganz klar: unsere Kundinnen und Kunden.
Das persönliche Feedback auf Märkten, Messen oder über unseren Online-Shop motiviert uns jeden Tag aufs Neue. Viele Ideen für Verbesserungen stammen direkt aus Gesprächen mit Menschen, die unsere Fahrradtaschen und Fahrradrucksäcke täglich nutzen.
Deshalb ist uns der direkte Austausch so wichtig – persönlich, per E-Mail oder hier im Blog.
Ein Gedanke zum Schluss?
Genießt das Leben. Habt den Mut, neue Wege zu gehen und manchmal einfach ins kalte Wasser zu springen. Oft entstehen genau daraus die schönsten Geschichten.
Spleen Berlin – nachhaltige Hybrid-Fahrradtaschen aus Berlin
Seit vielen Jahren entwickelt Spleen Berlin innovative Hybrid-Fahrradtaschen, die sich im Alltag flexibel nutzen lassen. Ob auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkauf oder auf Reisen – unsere Taschen verbinden die Vorteile einer Fahrradtasche mit denen eines komfortablen Rucksacks.
Nachhaltige Materialien, eine faire Produktion in Europa und zeitloses Design stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie Langlebigkeit und Funktionalität. Denn wir glauben: Gute Produkte begleiten Menschen viele Jahre – und machen nachhaltige Mobilität jeden Tag ein bisschen einfacher.